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Bei den Münzbewertungen können nur
ungefähre Werte in € angegeben werden. Diese Werte
ergeben sich aus diversen Münzpreislisten und
Auktionsergebnissen. Außerdem wurden große Mengen an
verschiedenen Münztypen geprägt, auf die hier nicht im
einzelnen eingegangen werden kann. Hierfür sollten Sie
die entsprechende Münzliteratur verwenden.
Elagabalus
geb. 205 n. Chr, gest. 222 n. Chr (ermordet)
|
|

Ex
Sammlung Thomas Schmidtkonz
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Nach
dem Feldzug des Macrinus gegen die
Parther nach Antiochia zurückgekehrt, werden die
unzufriedenen Legionsführer durch eine geschickte Intrige
der syrischen Prinzessinen Julia Mesa, die die Schwester
der Gattin des Septimus Severus
ist, und deren Tochter Julia Soaemias aufgewiegelt. Die
beiden präsentieren nämlich den Baalpriester Elagabalus,
dessen Mutter Julia Soaemias ist, als angeblichen
Sohn Caracallas. Die wenigen Truppen, die Macrinus
treu bleiben werden bald geschlagen. Macrinus
wird auf der Flucht umgebracht.
Elagabal ist erst 14 Jahre alt als er in Frauenkleider gehüllt
wie ein orientalischer Potentat aufgeputzt in Rom
einzieht.Elagabal will den Baalkult für das ganze Reich
einführen. So wird der schwarze Betyl von Emesa, der das
Abbild seines Gottes repräsentiert, nach Rom geholt
und in einen eigens dafür geschaffenen Tempel
aufgestellt. Dann feiert der Kaiser die Hochzeit des Baal
mit der Dea Caelestis, die er von Karthago hat kommen
lassen. Um das Maß voll zu machen ehelicht er eine
Vestalin. Sein religiöser Wahn, seine Verschwendungssucht
und seine grausigen und perversen Ausschweifungen steuern
mehr und mehr auf eine Katastrophe hin. So überredet ihn
seine Großmutter Julia Maesa, die klug und ausgleichend
in die Politik eingreift, seinen beim Volk beliebten 4
Jahre jüngeren Vetter Severus Alexander
zu adoptieren. Er bereut bald diesen Schritt und versucht
vergeblich seinen Neffen durch die Prätorianer ermorden
zu lassen. Statt dessen werden er, seine Mutter, die
Gardepräfekten und der Stadtpräfekt umgebracht und in
den Tiber geworfen. |
Münzausgaben
unter Elagabalus
Denare sind häufig.
Seltener sind die Antoniane. Ausgesprochen selten sind Bronzen und
besonders Goldmünzen
Es besteht Verwechslungsgefahr mit den jugendlichen Ausgaben des Caracalla,
da die Inschriften z.T. gleich sind. Die Gesichtszüge des
Elagabalus sind schmaler und länger als die des Caracalla.
Abbildungen mit Bart sind stets Münzen des Caracalla.
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
200 - 1.250 |
ca.
85 -500 |
30
- 225 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
Denare
ca.
75- 200
Antoniniane
ca. 125 -175 |
Denare
ca. 40 - 100
Antoniniane
ca. 75 - 100 |
Denare
ca. 15 - 45
Antoniniane
ca. 45 - 60 |
| Goldmünzen |
ca.
7.500 - 10.000 |
ca.
2.500 - 2.750 |
ca.
1.250 - 1.350 |
Marcus
Aurelius Severus Alexander geb. 208 n.
Chr, gest. 235 n. Chr (ermordet)
|
|

Ex
Sammlung Thomas Schmidtkonz
|
Auf
Veranlassung von Julia Maesa adoptiert Elagabal
seinen beim Volk beliebten 4 Jahre jüngeren Vetter
Severus Alexander. Nach der Ermordung des Elagabal wird er
zum Kaiser ernannt. Seine Regierung bleibt zuerst in den Händen
seiner Großmutter Julia Maesa und nach deren Tod 223 übernimmt
seine Mutter Julia Mamaea die Regentschaft. Dabei erhält
auch der Senat einen Teil seines Einflusses zurück.
Das große geschichtliche Ereignis seiner Epoche ist die
Ermordung des letzten parthischen Königs Artaban IV und
die Gründung des neupersischen Reiches des Sasaniden
Ardaschir. Dabei entsteht ein junger aggressiver Staat, der
sich wieder bis zu den Grenzen des altpersischen Reiches
ausdehnen will. Dadurch ist ein Konflikt mit dem römischen
Reich vorprogrammiert. Die Feindseligkeiten brechen 230
aus. Severus Alexander kann bei seinem Feldzug 231 keinen
entscheidenden Sieg gegen die Sasaniden erringen. Es kommt
jedoch bald zu einem Friedensschluss.
232 treten Feindseligkeiten mit den Germanen auf. Bei
einem der Feldzüge im Jahr 235 gegen die Germanen wird
Severus Alexander und seine Mutter von meuternden Truppen
im Feldlager nahe Mainz ermordet.
Die Soldaten rufen Maximinus
Thrax, den ersten Soldatenkaiser, zum Kaiser aus. |
Münzausgaben
unter Severus Alexander
Antoniane werden
unter seiner Herrschaft nicht geprägt. Die meisten Münztypen sind
recht häufig.
Ungefährer Wert
der Münzen:
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
20 - 1.500 |
ca.
100 - 750 |
45
- 225 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca. 100
- 200 |
ca.
50 - 100 |
ca.
15 - 50 |
| Goldmünzen |
ca.
2.250 - 2.350 |
ca.
2.250 - 2.350 |
ca.
750 |
|
Dieses
Bild von Maximinus Thraxstammt von Dr. Claus W. Hild -
NUMISMATIK - Rintheimer Str. 2
D-76131 Karlsruhe
e-mail: HildNumis@aol.com
Tel. 0721-698476
|
Nach
der Ermordung des Kaisers Severus
Alexander und dessen Mutter Julia Mamaea bei Mainz
wird mit Maximinus I. Thrax. der erste Soldatenkaiser zum
römischen Kaiser von den Rheinlegionen ausgerufen. Er fällt
zugleich in das freie Germanien ein und besiegt die
Alemannen. Dadurch erhält er den Ehrenbeinamen "Germanicus
Maximus".
Maximinus errichtet eine Militärdiktatur. Sein
Hauptlager richtet er in Sirmium in der Nähe des heutigen
Belgrads ein.
Er regiert das Reich von diesem Feldlager aus. Obwohl er
auch die Sarmaten und Dacer bekämpft und besiegt, ist er
in den Provinzen und beim Senat unbeliebt, da er diesem
jegliches Mitspracherecht verweigert.
238 treten in der Provinz Africa Unruhen auf, da die Großgrundbesitzer
Angst haben, dass ihre Güter vom Kaiser enteignet werden.
Sie rufen den 80 jährigen Senator und Proconsul von
Africa, Marcus Antonius Gordianus und seinen Sohn als
Gegenkaiser aus. Der Senat erkennt die beiden Kaiser an und
erklärt Maximinus zum Staatsfeind.
Capellianus der Statthalter von Numidien, der
Nachbarprovinz von Africa, bleibt Maximinus treu ergeben
und marschiert gegen die Gordiane und besiegt sie
vernichtend. Gordian II fällt in der Schlacht, sein Vater
begeht Selbstmord.
Mittlerweile marschiert Maximinus mit seinen Truppen gegen
das abtrünnige Rom .
Der Senat ernennt nach dem Tod der Gordiane Pupienus und
Balbinus zu den neuen Kaisern.
Diese beiden Kaiser werden als gleichberechtigt angesehen.
Außerdem wird der Enkel Gordians I. der spätere Gordian
III. zum Caesar ernannt.
Unterdessen belagert Maximinus Aquileia. Unerwartete
Schwierigkeiten bei der Belagerung veranlassen die Truppen
Maximinus zu ermorden. |
Münzausgaben
unter Maximinus Thrax
Es existieren ca.
120 Münztypen. Denare sind häufig. Sesterzen kommen im Gegensatz
zu vielen anderen Kaisern häufiger vor als Asse und Dupondien. Es
wurden keine Antoniane geprägt
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
200 - 500 |
ca.
125 - 300 |
40
- 75 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca.
75 - 175 |
ca.
40 - 85 |
ca.
15 - 40 |
| Goldmünzen |
|
|
extrem
selten! |
Münzausgaben der
Gordiane
Die Münzen Gordians
I und Gordians II sind sehr selten. Die Münzen der beiden lassen
sich nur durch ihr Portrait unterscheiden. Bartlose Köpfe und eine
hohe Stirn deuten auf den Sohn hin. Die Münzen Gordians II sind
noch seltener.
Am häufigsten sind noch die Tetradrachmen Alexandrias mit dem Portrait Gordians I. (Wert ab
125 - 150,-- € für Erhaltung schön)
Decimus
Caelius Balbinus
Marcus Clodius Pupienus Maximus
Balbinus geb. 178 n. Chr, gest. 238 n. Chr
(ermordet)
Pupienus geb. 164 n. Chr, gest. 238 n. Chr (ermordet)
|
Nach der Ermordung
des Kaisers Maximinus Thrax bei der
Belagerung von Aquileia sind Balbinus und Pupienus unerwartet die
alleinigen gleichberechtigten Kaiser Roms. Die Ernennung des
beliebten jungen Gordianus III zum Cäsar
und damit zum Mitregenten und designierten Nachfolger macht die
beiden rivalisierenden und unbeliebten Herrscher beim Volk nicht
populärer. Bereits im Juli 238 werden beide Herrscher von den Prätorianern
ermordet. Als neuer Herrscher wird Gordianus III sowohl von Volk,
Militär und Senat ausgerufen.
Münzausgaben
unter Balbinus
Die Münzen sind
alle selten.
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
1.000 - 2.000 |
ca.
300 - 750 |
ca.
100 - 300 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca.
750 - 850 |
ca.
350 - 450 |
ca.
85 - 150 |
| Goldmünzen |
|
|
|
Münzausgaben
unter Pupienus
Die Münzen sind
alle selten. Es werden wieder Antoniane geprägt, die häufiger
als Denare vorkommen.
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
900 - 2.000 |
ca.
350 - 750 |
75
- 300 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca.
500 - 750 |
ca.
250 - 400 |
ca.
85 - 125 |
| Goldmünzen |
|
|
|
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Ex Sammlung Schmidtkonz
|
Nach
der Ermordung von Balbinus und
Pupienus wird Gordianus III sowohl von Volk, Militär
und Senat zum Kaiser ausgerufen. Die großen Erfolge
seiner Regierungszeit sind seinem Berater, Lehrer und
Erzieher Timestheus zu verdanken. Die Bedrohung der
Grenzen in Westen und Osten kann durch ihn mit geschickten
militärischen Operationen vermieden werden. 240 kann eine
Revolte des Sabinianus in der Provinz Africa
niedergeschlagen werden.
241 heiratet Gordianus Tranquillina, die Tochter des
Timestheus.
Als im Frühjahr 242 der Sasanide Schapur I. den Thron der
Perser besteigt, droht wieder ein Krieg im Osten. Die römische
Regierung entscheidet sich einem persischen Angriff
zuvorzukommen und zieht mit einem starken Heer unter
Gordianus und Timestheus gegen die Perser. 243 beginnt der
Feldzug gegen die Perser, wobei die Römer einige Erfolge
verbuchen können. Timestheus stirbt dabei einen rätselhaften
Tod. Einige Historiker verdächtigen Philipp
Arabs, der zu dessen Nachfolger ernannt wird. Dieser
wird auch verdächtigt am Tod des Gordianus in der
Schlacht am Euphrat am 11.2.244 nachgeholfen zu haben. Die
Historiker sind sich aber über die Todesursache uneins.
Zum Nachfolger wird Philipp Arabs
ausgerufen |
Münzausgaben
unter Gordianus
Es werden hauptsächlich
Antoniane ausgeprägt. Der Silbergehalt verringert sich dabei z.T.
auf unter 50%. Goldmünzen werden wieder verstärkt geprägt.
Denare verlieren mehr und mehr an Bedeutung.
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
200 - 900 |
ca.
100 - 400 |
ca.
50 - 125 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca.
40 - 250 |
ca.
20 -150 |
ca.
10 - 40 |
| Goldmünzen |
ca.
3.000 |
ca.
1.250 |
ca.
750 - 850 |

Ex
Sammlung Schmidtkonz |
Philippus,
Sohn eines räuberischen Beduinenscheichs, dient sich in
der römischen Armee herauf und wird zuerst von den
syrischen Prinzessinen und danach von Gordians Berater
Timestheus begünstigt. Nach dem Tod des Timestheus wird
er von Gordian zu dessen Nachfolger
ernannt. Nach dem ungeklärten Tod Gordians wird er zum
Kaiser ausgerufen.
Er schließt sofort mit den Persern Frieden und zahlt für
die Auslösung römischer Gefangener 500.000 Goldstücke Lösegeld.
Zu dieser Zeit fallen bereits ständig Franken, Vandalen,
Karpen und Goten auf die Grenzen des römischen Reichs
ein. Zwischen 245 und 247 gelingt es Philippus Karpen und
Daker zu besiegen und so die Provinz Dakien noch zu
halten.
Als großes Schauspiel gehen die am 21.4.248 beginnenden Säkularspiele
in Rom zur tausendjährigen Gründung Roms in die
Geschichte ein. Die Feierlichkeiten finden 3 Tage statt
und stellen alles Dagewesene in den Schatten. Viele Münzen
werden zu diesen Feierlichkeiten herausgegeben. Viele Römer
geben sich den Traum hin, daß sie vor einem neuen
Zeitalter stünden. Sie erwachen sehr schnell wieder aus
diesem Traum, als Goten, Karpen, Vandalen und Gepiden
wieder räubernd die Grenzen überschreiten. |
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Phillips Sohn Philippus II
Dieses
Bild von Decius stammt von Günter
Loreck
|
249
schickt Philippus seinen tüchtigsten Feldherrn Trajanus
Decius nach Pannonien und Dakien um dort meuternde
Truppen niederzuwerfen. Dieser wird jedoch von den
hiesigen Heerführern umgedreht und zum Gegenkaiser
ausgerufen.
Im September 249 trefen sich die Heere Philipps und des
Decius in der Schlacht bei Verona. Philippus verliert die
Schlacht und sein Leben.
Sein Sohn
und Mitregent Philippus II Filius stirbt kurz danach in
Rom.
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Münzausgaben
unter Philippus
Es werden hauptsächlich
Antoniane ausgeprägt. Der Silbergehalt verringert sich bis auf
30%.
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
150 - 450 |
ca.
75 - 200 |
ca.
30 - 75 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca.
50 - 200 |
ca.
30 - 100 |
ca.
12 - 40 |
| Goldmünzen |
sehr
selten
(über 5.000) |
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