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und ihre Münzen bis 249 n.Chr.

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Themen- Überblick Röm. Kaiser und ihre Münzen bis 268 n.Chr.

Röm. Kaiser und ihre Münzen bis 69 n.Chr.

Inschriften römischer Münzen
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Infos: Römische Kaiser und ihre Münzen bis 249 n.Chr.

Bei den Münzbewertungen können nur ungefähre Werte in € angegeben werden. Diese Werte ergeben sich aus diversen Münzpreislisten und Auktionsergebnissen. Außerdem wurden große Mengen an verschiedenen Münztypen geprägt, auf die hier nicht im einzelnen eingegangen werden kann. Hierfür sollten Sie die entsprechende Münzliteratur verwenden.

Elagabalus geb. 205 n. Chr, gest. 222 n. Chr (ermordet)


Ex Sammlung Thomas Schmidtkonz

Nach dem Feldzug des Macrinus gegen die Parther nach Antiochia zurückgekehrt, werden die unzufriedenen Legionsführer durch eine geschickte Intrige der syrischen Prinzessinen Julia Mesa, die die Schwester der Gattin des Septimus Severus ist, und deren Tochter Julia Soaemias aufgewiegelt. Die beiden präsentieren nämlich den Baalpriester Elagabalus, dessen Mutter Julia Soaemias ist, als angeblichen Sohn Caracallas. Die wenigen Truppen, die Macrinus treu bleiben werden bald geschlagen. Macrinus wird auf der Flucht umgebracht.
Elagabal ist erst 14 Jahre alt als er in Frauenkleider gehüllt wie ein orientalischer Potentat aufgeputzt in Rom einzieht.Elagabal will den Baalkult für das ganze Reich einführen. So wird der schwarze Betyl von Emesa, der das Abbild seines Gottes repräsentiert,  nach Rom geholt und in einen eigens dafür geschaffenen Tempel aufgestellt. Dann feiert der Kaiser die Hochzeit des Baal mit der Dea Caelestis, die er von Karthago hat kommen lassen. Um das Maß voll zu machen ehelicht er eine Vestalin. Sein religiöser Wahn, seine Verschwendungssucht und seine grausigen und perversen Ausschweifungen steuern mehr und mehr auf eine Katastrophe hin. So überredet ihn seine Großmutter Julia Maesa, die klug und ausgleichend in die Politik eingreift, seinen beim Volk beliebten 4 Jahre jüngeren Vetter Severus Alexander zu adoptieren. Er bereut bald diesen Schritt und versucht vergeblich seinen Neffen durch die Prätorianer ermorden zu lassen. Statt dessen werden er, seine Mutter, die Gardepräfekten und der Stadtpräfekt umgebracht und in den Tiber geworfen.

Münzausgaben unter Elagabalus

Denare sind häufig. Seltener sind die Antoniane. Ausgesprochen selten sind Bronzen und besonders Goldmünzen
Es besteht Verwechslungsgefahr mit den jugendlichen Ausgaben des Caracalla, da die Inschriften z.T. gleich sind. Die Gesichtszüge des Elagabalus sind schmaler und länger als die des Caracalla. Abbildungen mit Bart sind stets Münzen des Caracalla.

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 200 - 1.250 ca. 85 -500 30 - 225
Silbermünzen
(normale Typen)
Denare
ca.  75- 200
Antoniniane
ca. 125 -175 
Denare 
ca. 40 - 100
Antoniniane 
ca. 75 - 100
Denare
ca. 15 - 45
Antoniniane
ca. 45 - 60
Goldmünzen ca. 7.500 - 10.000 ca. 2.500 - 2.750 ca. 1.250 - 1.350 

 

Marcus Aurelius Severus Alexander geb. 208 n. Chr, gest. 235 n. Chr (ermordet)


Ex Sammlung Thomas Schmidtkonz

Auf Veranlassung von Julia Maesa adoptiert Elagabal seinen beim Volk beliebten 4 Jahre jüngeren Vetter Severus Alexander. Nach der Ermordung des Elagabal wird er zum Kaiser ernannt. Seine Regierung bleibt zuerst in den Händen seiner Großmutter Julia Maesa und nach deren Tod 223 übernimmt seine Mutter Julia Mamaea die Regentschaft. Dabei erhält auch der Senat einen Teil seines Einflusses zurück.
Das große geschichtliche Ereignis seiner Epoche ist die Ermordung des letzten parthischen Königs Artaban IV und die Gründung des neupersischen Reiches des Sasaniden Ardaschir. Dabei entsteht ein junger aggressiver Staat, der sich wieder bis zu den Grenzen des altpersischen Reiches ausdehnen will. Dadurch ist ein Konflikt mit dem römischen Reich vorprogrammiert. Die Feindseligkeiten brechen 230 aus. Severus Alexander kann bei seinem Feldzug 231 keinen entscheidenden Sieg gegen die Sasaniden erringen. Es kommt jedoch bald zu einem Friedensschluss.
232 treten Feindseligkeiten mit den Germanen auf. Bei einem der Feldzüge im Jahr 235 gegen die Germanen wird Severus Alexander und seine Mutter von meuternden Truppen im Feldlager nahe Mainz ermordet.
Die Soldaten rufen Maximinus Thrax, den ersten Soldatenkaiser, zum Kaiser aus.

Münzausgaben unter Severus Alexander

Antoniane werden unter seiner Herrschaft nicht geprägt. Die meisten Münztypen sind recht häufig.

Ungefährer Wert der Münzen:

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 20 - 1.500 ca. 100 - 750 45 - 225
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  100 - 200 ca. 50 - 100 ca. 15 - 50
Goldmünzen ca. 2.250 - 2.350 ca. 2.250 - 2.350 ca. 750

 

Caius Julius Verus Maximinus I. (Thrax.)
Gordianus I und II (Gegenkaiser 238)
geb. 173 n. Chr, gest. 238 n. Chr (ermordet)

Maximinus Thrax

 

 


Dieses Bild von Maximinus Thraxstammt von Dr. Claus W. Hild - NUMISMATIK - Rintheimer Str. 2
D-76131 Karlsruhe
e-mail: HildNumis@aol.com
Tel. 0721-698476

Nach der Ermordung des Kaisers Severus Alexander und dessen Mutter Julia Mamaea bei Mainz wird mit Maximinus I. Thrax. der erste Soldatenkaiser zum römischen Kaiser von den Rheinlegionen ausgerufen. Er fällt zugleich in das freie Germanien ein und besiegt die Alemannen. Dadurch erhält er den Ehrenbeinamen "Germanicus Maximus".
Maximinus errichtet eine Militärdiktatur. Sein Hauptlager richtet er in Sirmium in der Nähe des heutigen Belgrads ein.
Er regiert das Reich von diesem Feldlager aus. Obwohl er auch die Sarmaten und Dacer bekämpft und besiegt, ist er in den Provinzen und beim Senat unbeliebt, da er diesem jegliches Mitspracherecht verweigert.
238 treten in der Provinz Africa Unruhen auf, da die Großgrundbesitzer Angst haben, dass ihre Güter vom Kaiser enteignet werden. Sie rufen den 80 jährigen Senator und Proconsul von Africa, Marcus Antonius Gordianus und seinen Sohn als Gegenkaiser aus. Der Senat erkennt die beiden Kaiser an und erklärt Maximinus zum Staatsfeind.
Capellianus der Statthalter von Numidien, der Nachbarprovinz von Africa, bleibt Maximinus treu ergeben und marschiert gegen die Gordiane und besiegt sie vernichtend. Gordian II fällt in der Schlacht, sein Vater begeht Selbstmord.
Mittlerweile marschiert Maximinus mit seinen Truppen gegen das abtrünnige Rom .
Der Senat ernennt nach dem Tod der Gordiane Pupienus und Balbinus zu den neuen Kaisern.
Diese beiden Kaiser werden als gleichberechtigt angesehen. Außerdem wird der Enkel Gordians I. der spätere Gordian III. zum Caesar ernannt.
Unterdessen belagert Maximinus Aquileia. Unerwartete Schwierigkeiten bei der Belagerung veranlassen die Truppen Maximinus zu ermorden.

Münzausgaben unter Maximinus Thrax

Es existieren ca. 120 Münztypen. Denare sind häufig. Sesterzen kommen im Gegensatz zu vielen anderen Kaisern häufiger vor als Asse und Dupondien. Es wurden keine Antoniane geprägt

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 200 - 500 ca. 125 - 300 40 - 75
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  75 - 175 ca. 40 - 85 ca. 15 - 40
Goldmünzen     extrem selten!

Münzausgaben der Gordiane

Die Münzen Gordians I und Gordians II sind sehr selten. Die Münzen der beiden lassen sich nur durch ihr Portrait unterscheiden. Bartlose Köpfe und eine hohe Stirn deuten auf den Sohn hin. Die Münzen Gordians II sind noch seltener.
Am häufigsten sind noch die Tetradrachmen Alexandrias mit dem Portrait Gordians I. (Wert ab 125 - 150,-- € für Erhaltung schön)

Decimus Caelius Balbinus
Marcus Clodius Pupienus Maximus

Balbinus geb. 178 n. Chr, gest. 238 n. Chr (ermordet)
Pupienus geb. 164 n. Chr, gest. 238 n. Chr (ermordet)

Nach der Ermordung des Kaisers Maximinus Thrax bei der Belagerung von Aquileia sind Balbinus und Pupienus unerwartet die alleinigen gleichberechtigten Kaiser Roms. Die Ernennung des beliebten jungen Gordianus III zum Cäsar und damit zum Mitregenten und designierten Nachfolger macht die beiden rivalisierenden und unbeliebten Herrscher beim Volk nicht populärer. Bereits im Juli 238 werden beide Herrscher von den Prätorianern ermordet. Als neuer Herrscher wird Gordianus III sowohl von Volk, Militär und Senat ausgerufen.

Münzausgaben unter Balbinus

Die Münzen sind alle selten.

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 1.000 - 2.000 ca. 300 - 750 ca. 100 - 300
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  750 - 850 ca. 350 - 450 ca. 85 - 150
Goldmünzen      

Münzausgaben unter Pupienus

Die Münzen sind alle selten. Es werden wieder Antoniane geprägt, die häufiger als Denare vorkommen.

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 900 - 2.000 ca. 350 - 750 75 - 300
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  500 - 750 ca. 250 - 400 ca. 85 - 125
Goldmünzen      

 

Marcus Antonius Gordianus Pius III.
geb. 222 n. Chr, gest. 244 n. Chr (gefallen oder ermordet)


Ex Sammlung Schmidtkonz

Nach der Ermordung von Balbinus und Pupienus wird Gordianus III sowohl von Volk, Militär und Senat zum Kaiser ausgerufen. Die großen Erfolge seiner Regierungszeit sind seinem Berater, Lehrer und Erzieher Timestheus zu verdanken. Die Bedrohung der Grenzen in Westen und Osten kann durch ihn mit geschickten militärischen Operationen vermieden werden. 240 kann eine Revolte des Sabinianus in der Provinz Africa niedergeschlagen werden.
241 heiratet Gordianus Tranquillina, die Tochter des Timestheus.
Als im Frühjahr 242 der Sasanide Schapur I. den Thron der Perser besteigt, droht wieder ein Krieg im Osten. Die römische Regierung entscheidet sich einem persischen Angriff zuvorzukommen und zieht mit einem starken Heer unter Gordianus und Timestheus gegen die Perser. 243 beginnt der Feldzug gegen die Perser, wobei die Römer einige Erfolge verbuchen können. Timestheus stirbt dabei einen rätselhaften Tod. Einige Historiker verdächtigen Philipp Arabs, der zu dessen Nachfolger ernannt wird. Dieser wird auch verdächtigt am Tod des Gordianus in der Schlacht am Euphrat am 11.2.244 nachgeholfen zu haben. Die Historiker sind sich aber über die Todesursache uneins. Zum Nachfolger wird Philipp Arabs ausgerufen

Münzausgaben unter Gordianus

Es werden hauptsächlich Antoniane ausgeprägt. Der Silbergehalt verringert sich dabei z.T. auf unter 50%. Goldmünzen werden wieder verstärkt geprägt. Denare verlieren mehr und mehr an Bedeutung.

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 200 - 900 ca. 100 - 400 ca. 50 - 125
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  40 - 250 ca. 20 -150 ca. 10 - 40
Goldmünzen ca. 3.000 ca. 1.250 ca. 750 - 850

 

Marcus Julius Philippus I. (Arabs) geb. ?, gest. 249 n. Chr (gefallen)


Ex Sammlung Schmidtkonz
Philippus, Sohn eines räuberischen Beduinenscheichs, dient sich in der römischen Armee herauf und wird zuerst von den syrischen Prinzessinen und danach von Gordians Berater Timestheus begünstigt. Nach dem Tod des Timestheus wird er von Gordian zu dessen Nachfolger ernannt. Nach dem ungeklärten Tod Gordians wird er zum Kaiser ausgerufen.
Er schließt sofort mit den Persern Frieden und zahlt für die Auslösung römischer Gefangener 500.000 Goldstücke Lösegeld.
Zu dieser Zeit fallen bereits ständig Franken, Vandalen, Karpen und Goten auf die Grenzen des römischen Reichs ein. Zwischen 245 und 247 gelingt es Philippus Karpen und Daker zu besiegen und so die Provinz Dakien noch zu halten.
Als großes Schauspiel gehen die am 21.4.248 beginnenden Säkularspiele in Rom zur tausendjährigen Gründung Roms in die Geschichte ein. Die Feierlichkeiten finden 3 Tage statt und stellen alles Dagewesene in den Schatten. Viele Münzen werden zu diesen Feierlichkeiten herausgegeben. Viele Römer geben sich den Traum hin, daß sie vor einem neuen Zeitalter stünden. Sie erwachen sehr schnell wieder aus diesem Traum, als Goten, Karpen, Vandalen und Gepiden wieder räubernd die Grenzen überschreiten.

 

Phillipus II

Phillips Sohn Philippus II

Dieses Bild von Decius stammt von Günter Loreck

249 schickt Philippus seinen tüchtigsten Feldherrn Trajanus Decius nach Pannonien und Dakien um dort meuternde Truppen niederzuwerfen. Dieser wird jedoch von den hiesigen Heerführern umgedreht und zum Gegenkaiser ausgerufen.
Im September 249 trefen sich die Heere Philipps und des Decius in der Schlacht bei Verona. Philippus verliert die Schlacht und sein Leben.

Sein Sohn und Mitregent Philippus II Filius stirbt kurz danach in Rom.

Münzausgaben unter Philippus

Es werden hauptsächlich Antoniane ausgeprägt. Der Silbergehalt verringert sich bis auf 30%.

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 150 - 450 ca. 75 - 200 ca. 30 - 75
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  50 - 200 ca. 30 - 100 ca. 12 - 40
Goldmünzen sehr selten
(über 5.000)