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Infos: Römische Münzen

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und ihre Münzen bis 218 n.Chr.

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Themen- Überblick Röm. Kaiser und ihre Münzen bis 268 n.Chr.

Röm. Kaiser und ihre Münzen bis 69 n.Chr.

Inschriften römischer Münzen
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Infos:  Römische Kaiser und ihre Münzen bis 218 n.Chr.

Marcus Aurelius Antoninus geb. 121 n. Chr, gest. 180 n. Chr (natürlicher Tod)


Ex Sammlung Thomas Schmidtkonz

Marcus Aurelius ernennt Lucius Verus zum Mitregenten als er 160 n. Chr. die Regierung als Augustus übernimmt. Lucius Verus stirbt jedoch nach erfolgreichem Krieg gegen die Parther im Jahr 169. Marcus Aurelius geht als Philosophen-Kaiser in die Geschichte ein, da er sich intensiv wissentschaftlichen und philosophischen Studien widmet. Sein berühmtestes philosophisches Werk sind die "Selbstbetrachtungen". Marcus Aurelius ist jedoch gezwungen von 167 - 75 und von 178 - 80 zwei mühselige Kriege gegen die Markomannen und Quaden zu führen. Nur mit äußerster Anstrengung kann der Ansturm auf die römische Donaugrenze abgehalten werden. Er stirbt schließlich während des 2. Markomannenkrieges nahe Wien. Zum Nachfolger bestimmt er seinen Sohn Commodus, der sehr unrühmlich in die römische Geschichte eingehen wird.

 Münzausgaben unter Marcus Aurelius

Es tritt trotz teilweise angespannter Finanzlage keine Münzverschlechterung ein. Wegen ihrer Häufigkeit sind die Münzen meist günstig zu haben.

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ab 200 ab 100 ab 40
Silbermünzen
(normale Typen)
ca. 75 - 200 ca. 40 - 125 ca. 20 - 50
Goldmünzen ca. 2.500 - 8.000 ca. 1.500 ca. 600

 

Lucius Aelius Aurelius Commodus geb. 161 n. Chr, gest. 192 n. Chr (ermordet)


Ex Sammlung Thomas Schmidtkonz

Commodus wird 161 als Sohn des Marcus Aurelius in Latium geboren. Bereits mit 6 Jahren wird er zum Caesar ernannt.
Mit 16 Jahren ernennt ihn sein Vater zum Augustus und Mitregenten.
Nach dem Tod seines Vaters schließt er sofort unter Verzicht der eroberten Gebiete Frieden mit den Markomannen. Er zieht als "triumphaler Sieger" in Rom ein. Commodus, der glaubt eine Inkarnation des Herkules und Mithras zu sein, beginnt eine Willkürherrschaft, die nicht hemmungsloser und grausamer vorstellbar ist. Am liebsten ist ihm der Umgang mit Wagenlenkern, Tierkämpfern und Gladiatoren. Während er sich den Circusspielen oder Orgien hingibt, die man lieber nicht schildert, regieren bestochene Senatoren, korrupte Beamten, Raufbolde usw. das Reich. Eine Zeitlang regiert z.B. der Präfekt Perennis, bis Commodus ihn hinrichten läßt. Es folgen weitere Günstlinge wie Cleander und Laetius. Nach einigen Verschwörungen gelingt es schließlich der Geliebten des Kaisers Marcia ihn vom Gladiator Narcissus am 31.12.192 erwürgen zu lassen.

Münzausgaben unter Commodus

Durch die Verschwendungssucht des Kaisers tritt bald eine Verschlechterung der Gepräge ein. Münzfuß und Legierungsanteile bleiben jedoch gleich. Es werden außerdem Propagandamünzen und Medaillen herausgegeben. Die Münzen sind zwar nicht selten jedoch auch nicht so häufig wie bei seinen Vorgängern, da anscheinend viele Münzen des verhassten Herrschers nach seinem Tod eingeschmolzen wurden.

Ungefährer Wert der Münzen:

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ab 175 ab 75 ab  40
Silbermünzen
(normale Typen)
ca. 175 - 325 ca. 75 - 175 ca.  30 - 75
Goldmünzen ca. 5.000 - 6.000 ca. 2.250 - 2.500 ca. 600 - 750

 

Publius Helvius Pertinax geb. 127 n. Chr, gest. 193 n. Chr (ermordet)



Seltene Ausgabe, Aureus des Pertinax, RIC 4a Von R. Gebhardt,, Autor der CD-ROM Serie "Römisches Imperium", mit allen Münzen von 290 v. Chr. bis Iulianus I (285 n. Chr., VOL. I bis IV)

Der Sohn eines Holzhändlers in Ligurien wird nach der Ermordung des Commodus von den Prätorianern und dem Senat im Alter von 66 Jahren zum Kaiser ausgerufen. Pertinax versucht redlich die Folgen der Schreckensherrschaft des Commodus zu beseitigen. Er dabei leider keine glückliche Hand. Seine übertriebene Sparsamkeit und Pedanterie kommt bei den Angehörigen des kaiserlichen Haushaltes und der kaiserlichen Garde nicht gut an. So wird er bei einer Ansprache vor einer Einheit von Soldaten, deren Sold ausgebleiben war, durch einen Lanzenwurf ermordet.
Seine Herrschaft endet bereits nach 87 Tagen.

Münzausgaben unter Pertinax

Es gibt ca. ein Dutzend Münztypen, die aufgrund der sehr kurzen Herrschaft ausgesprochen selten sind. Achtung: Es existieren viele Fälschungen!

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 2.000 - 3.000 ca. 750 - 1.250 ab 350
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  2.250 - 2.500 ca. 750 - 1.250 ca. 500 -650
Goldmünzen sehr teuer ca 4.000 ca. 2.000

 

Marcus Didius Severus Julianus geb. 133 n. Chr, gest. 193 n. Chr (ermordet)

Didius Jukianus

 

 

 

Dieses Bild von Didius
Julianus stammt von
Dr. Claus W. Hild -
NUMISMATIK -
Rintheimer Str. 2
D-76131 Karlsruhe
e-mail: HildNumis@aol.com
Tel.: 0721-698476

Mit dem Tod des Pertinax beginnt nun ein Schauspiel, daß der Welt zeigt wie in Rom mittlerweile die politische Moral gesunken ist. Die beiden Bewerber um den Thron der Stadtpräfekt Titus Flavius Sulpicianus und der Konsul Marcus Didius Julianus versuchen in einer Art Auktion um den Kaisertitel die Prätorianer und hohe Beamte für sich zu gewinnen. Didius Julianus geht als Sieger hervor. Der Senat stimmt widerstrebend seiner Wahl zu. Bereits beim Krönungszermoniell gibt es wütende Proteste der Bürger.
Bereits am 1.4.193 werden parallel in Antiocheia C. Pescennius Niger, der Statthalter von Syrien, und in Carnutum Lucius Septimus Severus, der Statthalter von Oberpannonien ,von ihren Truppen zum Kaiser ausgerufen. Septimus Severus bricht unverzüglich nach Rom auf, während P. Niger kostbare Zeit in Syrien vergeudet. Der Senat unterstützt P. Niger und Clodius Albinus den Statthalter von Britannien und Gallien. Clodius Albinus verhält sich jedoch Septimus Severus gegenüber loyal, da dieser ihm zum Caesar und Mitherrscher proklamiert.
Bereits nach 66 - tägiger Herrschaft des Didius Julianus marschieren die Truppen des Septimus Severus in Rom ohne nennenswerten Widerstand ein. Didius Julianus wird am 2.6.193 im Palast von Soldaten aufgespürt und kurzerhand erschlagen.

Münzausgaben unter Didius Julianus

Wegen der kurzen Herrschaft gibt es nur sehr wenige Münztypen. Alle Münzen mit dem Herrscherpotrait sind sehr selten.

Ungefährer Wert der Münzen: 

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 2.000 - 3.250 ca. 1.000 - 1.500 250 - 500
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  2.500- 2.750 ca. 1.000 - 1.250 ca. 500 - 750
Goldmünzen

 

Lucius Septimus Severus geb. 146 n. Chr, gest. 211 n. Chr (natürlicher Tod)

Septimus Severus
Ex Sammlung
Thomas Schmidtkonz

Mit dem Tod des Pertinax wird der Oberbefehlshaber der Legionen in Illyrien und Pannonien, Septimus Severus , der mit der Syrerin Julia Domna verheiratet ist, von seinen Truppen zum Kaiser aufgerufen. Er eilt nach Rom und läßt den dort zum Kaiser ernannten Didius Julianus erschlagen. Dort entläßt er sämtliche Mitglieder der Prätorianer und tauscht sie mit eigenen ergebenen Soldaten aus. Der in Leptis Magna geborerene Afrikaner Septimus Severus hat wenig für die römischen Städter, Italiker und dem Senat übrig. Zuerst spielt er jeodch die Rolle des konservativen Biedermanns indem er in Rom Pertinax zum Gott erheben läßt. Als nächstes zieht er nach Syrien gegen den mächtigen Statthalter von Syrien Pescennius Niger, der ebenfalls zum Kaiser ausgerufen wurde. Nach dem Sieg über ihn muß er auch noch den Statthalter von Gallien, Clodius Albinus, der sich da er sich zuerst solidarisch zu Septimus Severus verhalten hatte, zum Mitregenten ernannt worden war, niederwerfen. Im Jahr 197 ist er schließlich Alleinherrscher.
Nach erfolgreichem Krieg gegen die Parther (197-99) hält er sich bevorzugt in den Provinzen Syrien und Afrika auf. Speziell Palmyra in Syrien und Karthago in Afrika werden von ihm gefördert. Der Senat wird ausgeschaltet und die Vorrechte Roms und Italiens beseitigt.
Im Feldzug gegen die rebellierenden Kaledonier in Schottland ruiniert er sich seine Gesundheit. Er stirbt 211 in York.
Zum Nachfolger wird sein Sohn Caracalla ernannt.

Münzausgaben unter Septimus Severus

Während der langen und turbulenten Herrschaft des Septimus Severus werden zahlreiche Münzen ausgegeben. Die vielen Feldzüge, bei einer schlechten Wirtschaftslage, verschlingen Unmengen an Geld. Die Münzen verschlechtern sich, so dass manche Silberdenare  nur noch einen Silbergehalt von 30-50% haben. Die klassischen Bronzemünzen werden nur in geringer Zahl geprägt.

Ungefährer Wert der Münzen:

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 350 - 2.500 ca. 175 - 1.250 50 - 250
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  90 - 250 ca.  50- 150 ca. 15 - 75
Goldmünzen ca. 3.000 ca. 1.250 ca. 600

 

Caracalla geb. 176 n. Chr, gest. 217 n. Chr (ermordet)

Caracalla, Kapitolinisches Museum


Caracalla


Dieses Bild von Caracalla stammt von Herrn Klaus Schubert

Der älteste Sohn des Septimus Severus, Bassianus besser als Caracalla bekannt, da er von seinen Soldaten so genannt wurde, weil er einen Kapuzenmantel gleichen Namens in Mode brachte, wird bereits 198 zum Mitregenten ernannt. Nach dem Tod seines Vaters muss er anfangs die Herrschaft mit seinen jüngeren Bruder Geta teilen. Diesen lässt er jedoch bereits 212 in den Armen seiner Mutter umbringen. In der Folge der Ermordung seines Bruders lässt er gleich 20.000 weitere Anhänger seines Bruders ermorden, darunter auch den Gradepräfekten und Gelehrten Papinianus.
Carcalla errichtet nun eine voll auf das Heer gestützte Terrorherrschaft.
Bereits 212 erläßt Caracalla die berühmte Verordnung "Constitutio Antoniniana", die allen Einwohnern des römischen Reiches das Bürgerrecht verleiht. Dadurch erhofft sich Caracalla erhöhte Steuereinnahmen. Caracalla führt Kriege gegen die Germanen, Goten, Quaden und schließlich gegen die Parther. Schließlich wird er 217 von einem Offizier der Prätorianer auf Anstiften von Macrinus, der Caracallas Greueltaten nicht mehr erträgt, ermordet. Macrinus wird daraufhin von den Truppen zum neuen Kaiser ernannt.

Münzausgaben unter Caracallas

Caracallas Feldzüge verschlingen Unmengen an Geld. Mit der Einführung des Bürgerrechts für alle Einwohner des römische Reiches eröffnen sich neue Einnahmequellen. Caracalla führt als neue Münze den Doppeldenar ein, später auch Antonian genannt. Diese Münze wiegt 4,7 bis 5,3 g (1 1/2 so viel wie der Denar) bei einem ziemlich hohen Silbergehalt von 75-90%. Die ausgegebenen Denare sind meist häufig, die Antoniniane seltener und die Bronzemünzen noch seltener.

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 350 - 1.750 ca. 175 - 500 50 -175
Silbermünzen
(normale Typen)
Denare 
ca.  75- 200
Antoniniane ca. 175- 300
Denare 
ca. 50 - 100
Antoniniane ca. 

60 - 175
Denare 
ca. 15- 45
Antoniniane ca. 50 - 100
Goldmünzen ca. 2.500 - 4.000 ca.  1.250 - 1.750 ca. 750

 

Marcus Opelius Severus Macrinus geb. 164 n. Chr, gest. 218 n. Chr (ermordet)

Macrinus

 

 


Bild von Macrinus stammt von Dr. Claus W. Hild - NUMISMATIK -
Rintheimer Str. 2
D-76131 Karlsruhe
e-mail: HildNumis@aol.com
Tel. 0721-698476

Macrinus wird 217 nach der von ihm veranlaten Ermordung des Caracalla von den Truppen zum neuen Kaiser ernannt. Der Senat, der glücklich ist, dass er von Caracalla befreit ist, bestätigt die Ernennung. Der ziemlich unbekannte Kaiser will sich nun einen Namen machen und eröffnet gegen die Parther einen Feldzug. Er muß jedoch wegen der geringen Erfolge bald einen ungünstigen Frieden schließen. Nach Antiochia zurückgekehrt, werden die unzufriedenen Legionsführer durch eine geschickte Intrige der syrischen Prinzessinen Julia Mesa, die die Schwester der Gattin des Septimus Severus ist und deren Tochter Julia Soaemias aufgewiegelt. Die beiden präsentieren nämlich den Baalpriester Elagabalus, dessen Mutter Julia Soaemias ist, als angeblichen Sohn Caracallas. Die wenigen Truppen, die Macrinus treu bleiben, werden bald geschlagen. Macrinus wird auf der Flucht mit seinem Sohn Diadumenianus umgebracht.

Münzausgaben unter Macrinus

Denare sind nicht häufig aber auch nicht besonders selten. Seltener sind Antoniane und Großbronzen.

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 500 - 1.250 ca. 200 - 500 75 - 150
Silbermünzen
(normale Typen)
Denare
ca.  250 - 350
Antoniniane
ca. 650 - 750
Denare 
ca. 100 - 150
Antoniniane ca. 300 - 350
Denare
ca. 50 - 75
Antoniniane 
ca. 100 - 125
Goldmünzen ca. 6.000 -7.500 ca. 3.000 ca. 1.750 - 2.000