Marcus Aurelius
Antoninus geb. 121 n. Chr,
gest. 180 n. Chr (natürlicher Tod)
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Ex Sammlung Thomas Schmidtkonz
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Marcus
Aurelius ernennt Lucius Verus zum Mitregenten als er 160
n. Chr. die Regierung als Augustus übernimmt. Lucius
Verus stirbt jedoch nach erfolgreichem Krieg gegen die
Parther im Jahr 169. Marcus Aurelius geht als
Philosophen-Kaiser in die Geschichte ein, da er sich
intensiv wissentschaftlichen und philosophischen Studien
widmet. Sein berühmtestes philosophisches Werk sind die
"Selbstbetrachtungen". Marcus Aurelius ist
jedoch gezwungen von 167 - 75 und von 178 - 80 zwei mühselige
Kriege gegen die Markomannen und Quaden zu führen. Nur
mit äußerster Anstrengung kann der Ansturm auf die römische
Donaugrenze abgehalten werden. Er stirbt schließlich während
des 2. Markomannenkrieges nahe Wien. Zum Nachfolger
bestimmt er seinen Sohn Commodus,
der sehr unrühmlich in die römische Geschichte eingehen
wird. |
Münzausgaben
unter Marcus Aurelius
Es tritt trotz
teilweise angespannter Finanzlage keine Münzverschlechterung ein.
Wegen ihrer Häufigkeit sind die Münzen meist günstig zu haben.
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ab
200 |
ab
100 |
ab
40 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca.
75 - 200 |
ca.
40 - 125 |
ca.
20 - 50 |
| Goldmünzen |
ca.
2.500 - 8.000 |
ca.
1.500 |
ca.
600 |
Lucius
Aelius Aurelius Commodus geb. 161 n. Chr, gest. 192 n. Chr (ermordet)
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Ex Sammlung Thomas Schmidtkonz
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Commodus
wird 161 als Sohn des Marcus
Aurelius in Latium geboren. Bereits mit 6 Jahren wird
er zum Caesar ernannt.
Mit 16 Jahren ernennt ihn sein Vater zum Augustus und Mitregenten.
Nach dem Tod seines Vaters schließt er sofort unter
Verzicht der eroberten Gebiete Frieden mit den
Markomannen. Er zieht als "triumphaler Sieger"
in Rom ein. Commodus, der glaubt eine Inkarnation des
Herkules und Mithras zu sein, beginnt eine Willkürherrschaft,
die nicht hemmungsloser und grausamer vorstellbar ist. Am
liebsten ist ihm der Umgang mit Wagenlenkern, Tierkämpfern
und Gladiatoren. Während er sich den Circusspielen oder
Orgien hingibt, die man lieber nicht schildert, regieren
bestochene Senatoren, korrupte Beamten, Raufbolde usw. das
Reich. Eine Zeitlang regiert z.B. der Präfekt Perennis,
bis Commodus ihn hinrichten läßt. Es folgen weitere Günstlinge
wie Cleander und Laetius. Nach einigen Verschwörungen
gelingt es schließlich der Geliebten des Kaisers Marcia
ihn vom Gladiator Narcissus am 31.12.192 erwürgen zu
lassen. |
Münzausgaben
unter Commodus
Durch die
Verschwendungssucht des Kaisers tritt bald eine Verschlechterung
der Gepräge ein. Münzfuß und Legierungsanteile bleiben jedoch
gleich. Es werden außerdem Propagandamünzen und Medaillen
herausgegeben. Die Münzen sind zwar nicht selten jedoch auch
nicht so häufig wie bei seinen Vorgängern, da anscheinend viele
Münzen des verhassten Herrschers nach seinem Tod eingeschmolzen
wurden.
Ungefährer Wert
der Münzen:
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ab
175 |
ab
75 |
ab
40 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca.
175 - 325 |
ca.
75 - 175 |
ca.
30 - 75 |
| Goldmünzen |
ca.
5.000 - 6.000 |
ca.
2.250 - 2.500 |
ca.
600 - 750 |
Publius
Helvius Pertinax geb. 127 n. Chr,
gest. 193 n. Chr (ermordet)
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Seltene
Ausgabe, Aureus des Pertinax, RIC 4a Von
R. Gebhardt,, Autor der CD-ROM Serie "Römisches
Imperium", mit allen Münzen von 290 v. Chr. bis
Iulianus I (285 n. Chr., VOL. I bis IV)
|
Der
Sohn eines Holzhändlers in Ligurien wird nach der
Ermordung des Commodus von den Prätorianern
und dem Senat im Alter von 66 Jahren zum Kaiser
ausgerufen. Pertinax versucht redlich die Folgen der
Schreckensherrschaft des Commodus zu beseitigen. Er dabei
leider keine glückliche Hand. Seine übertriebene
Sparsamkeit und Pedanterie kommt bei den Angehörigen des
kaiserlichen Haushaltes und der kaiserlichen Garde nicht
gut an. So wird er bei einer Ansprache vor einer Einheit
von Soldaten, deren Sold ausgebleiben war, durch einen
Lanzenwurf ermordet.
Seine Herrschaft endet
bereits nach 87 Tagen. |
Münzausgaben
unter Pertinax
Es gibt ca. ein Dutzend Münztypen, die aufgrund der sehr kurzen
Herrschaft ausgesprochen selten sind. Achtung: Es existieren viele Fälschungen!
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
2.000 - 3.000 |
ca.
750 - 1.250 |
ab
350 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca. 2.250
- 2.500 |
ca.
750 - 1.250 |
ca.
500 -650 |
| Goldmünzen |
sehr teuer |
ca
4.000 |
ca.
2.000 |
Marcus
Didius Severus Julianus geb. 133 n. Chr, gest. 193 n. Chr (ermordet)
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Dieses
Bild von Didius
Julianus stammt von
Dr. Claus W. Hild -
NUMISMATIK -
Rintheimer Str. 2
D-76131 Karlsruhe
e-mail: HildNumis@aol.com
Tel.: 0721-698476
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Mit
dem Tod des Pertinax beginnt nun
ein Schauspiel, daß der Welt zeigt wie in Rom
mittlerweile die politische Moral gesunken ist. Die beiden
Bewerber um den Thron der Stadtpräfekt Titus Flavius
Sulpicianus und der Konsul Marcus Didius Julianus
versuchen in einer Art Auktion um den Kaisertitel die Prätorianer
und hohe Beamte für sich zu gewinnen. Didius Julianus
geht als Sieger hervor. Der Senat stimmt widerstrebend
seiner Wahl zu. Bereits beim Krönungszermoniell gibt es wütende
Proteste der Bürger.
Bereits am 1.4.193 werden parallel in Antiocheia C.
Pescennius Niger, der Statthalter von Syrien, und in
Carnutum Lucius Septimus Severus,
der Statthalter von Oberpannonien ,von ihren Truppen zum
Kaiser ausgerufen. Septimus Severus bricht unverzüglich
nach Rom auf, während P. Niger kostbare Zeit in Syrien
vergeudet. Der Senat unterstützt P. Niger und Clodius
Albinus den Statthalter von Britannien und Gallien.
Clodius Albinus verhält sich jedoch Septimus Severus
gegenüber loyal, da dieser ihm zum Caesar und
Mitherrscher proklamiert.
Bereits nach 66 - tägiger Herrschaft des Didius Julianus
marschieren die Truppen des Septimus
Severus in Rom ohne nennenswerten Widerstand ein.
Didius Julianus wird am 2.6.193 im Palast von Soldaten
aufgespürt und kurzerhand erschlagen. |
Münzausgaben
unter Didius Julianus
Wegen der kurzen
Herrschaft gibt es nur sehr wenige Münztypen. Alle Münzen mit
dem Herrscherpotrait sind sehr selten.
Ungefährer Wert
der Münzen:
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
2.000 - 3.250 |
ca.
1.000 - 1.500 |
250
- 500 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca. 2.500-
2.750 |
ca.
1.000 - 1.250 |
ca.
500 - 750 |
| Goldmünzen |
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Lucius
Septimus Severus geb. 146 n. Chr, gest. 211 n. Chr (natürlicher
Tod)
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Ex
Sammlung
Thomas Schmidtkonz
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Mit
dem Tod des Pertinax wird der
Oberbefehlshaber der Legionen in Illyrien und Pannonien,
Septimus Severus , der mit der Syrerin Julia
Domna verheiratet ist, von seinen Truppen zum Kaiser
aufgerufen. Er eilt nach Rom und läßt den dort
zum Kaiser ernannten Didius Julianus
erschlagen. Dort entläßt er sämtliche Mitglieder der Prätorianer
und tauscht sie mit eigenen ergebenen Soldaten aus. Der in
Leptis Magna geborerene Afrikaner Septimus Severus hat
wenig für die römischen Städter, Italiker und dem Senat
übrig. Zuerst spielt er jeodch die Rolle des
konservativen Biedermanns indem er in Rom Pertinax
zum Gott erheben läßt. Als nächstes zieht er nach
Syrien gegen den mächtigen Statthalter von Syrien
Pescennius Niger, der ebenfalls zum Kaiser ausgerufen
wurde. Nach dem Sieg über ihn muß er auch noch den
Statthalter von Gallien, Clodius Albinus, der sich da er
sich zuerst solidarisch zu Septimus Severus verhalten
hatte, zum Mitregenten ernannt worden war, niederwerfen.
Im Jahr 197 ist er schließlich Alleinherrscher.
Nach erfolgreichem Krieg gegen die Parther (197-99) hält
er sich bevorzugt in den Provinzen Syrien und Afrika auf.
Speziell Palmyra in Syrien und Karthago in Afrika werden
von ihm gefördert. Der Senat wird ausgeschaltet und die
Vorrechte Roms und Italiens beseitigt.
Im Feldzug gegen die rebellierenden Kaledonier in
Schottland ruiniert er sich seine Gesundheit. Er stirbt 211
in York.
Zum Nachfolger wird sein Sohn Caracalla ernannt. |
Münzausgaben
unter Septimus Severus
Während der langen
und turbulenten Herrschaft des Septimus Severus werden zahlreiche
Münzen ausgegeben. Die vielen Feldzüge, bei einer schlechten
Wirtschaftslage, verschlingen Unmengen an Geld. Die Münzen
verschlechtern sich, so dass manche Silberdenare nur noch
einen Silbergehalt von 30-50% haben. Die klassischen Bronzemünzen
werden nur in geringer Zahl geprägt.
Ungefährer Wert
der Münzen:
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
350 - 2.500 |
ca.
175 - 1.250 |
50
- 250 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
ca. 90
- 250 |
ca.
50- 150 |
ca.
15 - 75 |
| Goldmünzen |
ca.
3.000 |
ca.
1.250 |
ca.
600 |
Caracalla
geb. 176 n. Chr, gest. 217 n. Chr
(ermordet)
|

Dieses Bild von Caracalla stammt von Herrn
Klaus Schubert
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Der
älteste Sohn des Septimus Severus,
Bassianus besser als Caracalla bekannt, da er von seinen
Soldaten so genannt wurde, weil er einen Kapuzenmantel
gleichen Namens in Mode brachte, wird bereits 198 zum
Mitregenten ernannt. Nach dem Tod seines Vaters muss er
anfangs die Herrschaft mit seinen jüngeren Bruder Geta
teilen. Diesen lässt er jedoch bereits 212 in den Armen
seiner Mutter umbringen. In der Folge der Ermordung seines
Bruders lässt er gleich 20.000 weitere Anhänger seines
Bruders ermorden, darunter auch den Gradepräfekten und
Gelehrten Papinianus.
Carcalla errichtet nun eine voll auf das Heer gestützte
Terrorherrschaft.
Bereits 212 erläßt Caracalla die berühmte Verordnung
"Constitutio Antoniniana", die allen Einwohnern
des römischen Reiches das Bürgerrecht verleiht. Dadurch
erhofft sich Caracalla erhöhte Steuereinnahmen. Caracalla
führt Kriege gegen die Germanen, Goten, Quaden und schließlich
gegen die Parther. Schließlich wird er 217 von einem
Offizier der Prätorianer auf Anstiften von Macrinus, der
Caracallas Greueltaten nicht mehr erträgt, ermordet. Macrinus
wird daraufhin von den Truppen zum neuen Kaiser ernannt. |
Münzausgaben
unter Caracallas
Caracallas Feldzüge verschlingen Unmengen an Geld. Mit der Einführung
des Bürgerrechts für alle Einwohner des römische Reiches eröffnen
sich neue Einnahmequellen. Caracalla führt als neue Münze den
Doppeldenar ein, später auch Antonian genannt. Diese Münze wiegt
4,7 bis 5,3 g (1 1/2 so viel wie der Denar) bei einem ziemlich
hohen Silbergehalt von 75-90%. Die ausgegebenen Denare sind meist
häufig, die Antoniniane seltener und die Bronzemünzen noch
seltener.
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
350 - 1.750 |
ca.
175 - 500 |
50
-175 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
Denare
ca.
75- 200
Antoniniane ca. 175- 300 |
Denare
ca. 50 - 100
Antoniniane ca.
60 - 175 |
Denare
ca. 15- 45
Antoniniane ca. 50 - 100 |
| Goldmünzen |
ca.
2.500 - 4.000 |
ca.
1.250 - 1.750 |
ca.
750 |
| Marcus
Opelius Severus Macrinus geb. 164 n. Chr, gest. 218 n. Chr (ermordet) |
|

Bild von Macrinus stammt von Dr. Claus W. Hild -
NUMISMATIK -
Rintheimer Str. 2
D-76131 Karlsruhe
e-mail: HildNumis@aol.com
Tel. 0721-698476
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Macrinus
wird 217 nach der von ihm veranlaten Ermordung des
Caracalla von den Truppen zum neuen Kaiser ernannt. Der
Senat, der glücklich ist, dass er von Caracalla
befreit ist, bestätigt die Ernennung. Der ziemlich
unbekannte Kaiser will sich nun einen Namen machen und eröffnet
gegen die Parther einen Feldzug. Er muß jedoch wegen der
geringen Erfolge bald einen ungünstigen Frieden schließen.
Nach Antiochia zurückgekehrt, werden die unzufriedenen
Legionsführer durch eine geschickte Intrige der syrischen
Prinzessinen Julia Mesa, die die Schwester der Gattin des Septimus
Severus ist und deren Tochter Julia Soaemias
aufgewiegelt. Die beiden präsentieren nämlich den
Baalpriester Elagabalus, dessen
Mutter Julia Soaemias ist, als angeblichen Sohn
Caracallas. Die wenigen Truppen, die Macrinus treu
bleiben, werden bald geschlagen. Macrinus wird auf der
Flucht mit seinem Sohn Diadumenianus umgebracht. |
Münzausgaben
unter Macrinus
Denare sind nicht häufig
aber auch nicht besonders selten. Seltener sind Antoniane und Großbronzen.
| Erhaltung |
vz |
ss |
s |
Bronzemünzen
(normale Typen) |
ca.
500 - 1.250 |
ca.
200 - 500 |
75
- 150 |
Silbermünzen
(normale Typen) |
Denare
ca.
250 - 350
Antoniniane
ca. 650 - 750 |
Denare
ca. 100 - 150
Antoniniane ca. 300 - 350 |
Denare
ca. 50 - 75
Antoniniane
ca. 100 - 125 |
| Goldmünzen |
ca.
6.000 -7.500 |
ca.
3.000 |
ca.
1.750 - 2.000 |
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