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Infos: Römische Münzen

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und ihre Münzen bis 268 n.Chr.

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Themen- Überblick Röm. Kaiser und ihre Münzen bis 268 n.Chr.

Röm. Kaiser und ihre Münzen bis 69 n.Chr.

Inschriften römischer Münzen
Röm. Kaiser und ihre Münzen bis 161 n.Chr. Die Regierungszeiten römischer Kaiser
Röm. Kaiser und ihre Münzen bis 218 n.Chr. Griechische Münzen
Röm. Kaiser und ihre Münzen bis 249 n. Chr. Ihr Beitrag ?

 


Infos: Römische Kaiser und ihre Münzen bis 268 n.Chr.
Bei den Münzbewertungen können nur ungefähre Werte in € angegeben werden. Diese Werte ergeben sich aus diversen Münzpreislisten und Auktionsergebnissen. Außerdem wurden große Mengen an verschiedenen Münztypen geprägt, auf die hier nicht im einzelnen eingegangen werden kann. Hierfür sollten Sie die entsprechende Münzliteratur verwenden.

Caius Messius Quintus Trajanus Decius 
geb. 201, gest. 251 n. Chr (gefallen)

Trajanus Decius
Dieses Bild von Decius stammt von Herrn Klaus Schubert

249 schickt Philippus seinen tüchtigsten Feldherrn Trajanus Decius nach Pannonien und Dakien um dort meuternde Truppen niederzuwerfen. Dieser wird jedoch von den hiesigen Heerführern umgedreht und zum Gegenkaiser ausgerufen.
Im September 249 trefen sich die Heere Philipps und des Decius in der Schlacht bei Verona. Philippus verliert die Schlacht und sein Leben.
Während seiner Herrschaft geben die Goten keine Ruhe. Er kann sie zwar 250 bei Nicopolis besiegen, aber bereits 251 kommt es bei Abrittus zur erneuten Schlacht bei der Trajanus Decius zusammen mit seinem älteren Sohn Herennius Etruscus fällt.
Trajanus Decius behielt wegen seiner grausamen Christenverfolgungen einen unrühmlichen Bekanntheitsgrad. So soll er nach der Hinrichtung des Papstes Fabianus gesagt haben "Lieber will ich hören, daß mir ein Rivale den Thron streitig macht, als daß es noch einmal einen Bischof von Rom gibt."

Münzausgaben unter Trajanus Decius

Es werden erstmals Doppelsesterze und eine Reihe von Gedenk-Antonianen früherer Kaiser herausgegeben.

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  75 - 125 ca. 35 - 65 ca.  20 - 30
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 125 - 300 ca. 85 - 185 ca. 25 - 75
Doppelsesterz ca.  2.250 ca. 850 ca. 300
Goldmünzen ca. 7.500 ca. 2.500 ca. 900

 

Gaius Vibius Trebonianus Gallus geb. 206, gest. 253 n. Chr (ermordet)

Trebonianus Gallus
Ex Sammlung Schmidtkonz

Als 251 bei der Schlacht von Abrittus Trajanus Decius fällt, wird Trebonianus Gallus von den Legionen zum Kaiser ausgerufen. Seine erste zugleich unrühmliche Amtshandlung ist es, dass er mit den Goten einen äußerst schmählichen Friedensvertrag mit hohen Tributzahlungen aushandelt. Diese Aktion verzeihen ihm viele Militärs und der Senat in Rom nicht.
Seine kurze Regierungszeit wird unaufhörlich von Katastrophen überschattet. So wütet eine schreckliche Pestepedemie im Römischen Reich. Gleichzeitig erobern die Perser unter Schapur I. Armenien.
253 rufen die Truppen im Balkan Aemilianus zum Gegenkaiser aus. Trebonianus Gallus tritt den gegnerischen Truppen in Umbrien gegenüber. Bevor es zum Kampf kommt wird er von seinen eigenen Leibwächtern ermordet.

Münzausgaben unter Trebonianus Gallus

Es werden erstmals der sog. Schwer-Aureus mit 5,9 g Gewicht geprägt. Der Silbergehalt des Antonians sinkt auf 25 %.

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 185 -325 ca. 125 - 185 ca. 50 - 75
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  75 - 200 ca. 45 - 125 ca. 20 - 45
Goldmünzen ca. 3.000 - 5.000 ca. 1.500 - 2.500 ca. 1.000 - 1.750

 

Marcus Julius Aemilius Aemilianus geb. 208, gest. 253 n. Chr (ermordet)

Aemilianus, seit 252 Statthalter von Untermösien, greift 253 die Goten in ihren eigenen Gebiet an, nachdem er aufsässige Goten in seiner eigenen Provinz ermorden hat lassen. Der Angriff endet mit einem Sieg. Seine Truppen sind so begeistert, daß sie ihn zum Gegenkaiser ausrufen. Trebonianus Gallus tritt den Truppen des Aemilianus in Umbrien gegenüber. Bevor es zum Kampf kommt, wird Trebianus von seinen eigenen Leibwächtern ermordet.
Valerianus, der von Trebianus zu Hilfe gerufen wurde, zieht trotzdem weiter vom Rhein  Aemilianus entgegen. Nun passiert Aemilianus fast das gleiche wie Trebianus. Seine verängstigten Truppen, die wissen, daß die Armee des Valerianus ihnen überlegen ist, ermorden ihn.

Münzausgaben unter Aemilianus

Trotz der kurzen Regierungszeit werden über 60 Münztypen herausgegeben. Alle Münzen sind jedoch selten

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ab ca. 1.250 ca 600 -900 ca. 250 - 350
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  400 - 750 ca. 225 - 350 ca. 75 -125
Goldmünzen extrem selten!    

 

Caius Publius Licinius Valerianus I.geb. 188, gest. ca. 260 n. Chr in persischer Gefangenschaft

Valerian
Ex Sammlung Schmidtkonz
Valerianus, Kommandeur am Oberrhein wird 253 von Trebonianus Gallus gegen den Usurpator Aemilianus zu Hilfe gerufen. Die Hilfe trifft zu spät ein, aber auch Aemilianus wird von seinen eigenen Truppen ermordet. Valerianus wird zum neuen Kaiser ausgerufen.
Er ernennt er seinen Sohn Gallienus zum Mitregenten. Das römische Reich versinkt in der Folgezeit, fast an allen Grenzen durch fremde Völker bedroht, in ein regelrechtes Chaos. Pest und Korruption fördern die missliche Situation.
Auch die neu von Valerianus gestartete Verfolgung der Christen hilft nicht weiter.
256 muss er Rom mit einer Streitmacht Richtung Osten verlassen, während sein Sohn im Norden den Limes verteidigt. Sein großer Gegner ist in den nächsten Jahren im Osten der persische König Schapur I.
256 nehmen Schapurs Armeen sogar die syrische Provinzhauptstadt Antiochia ein.
259 versucht Valerianus Schapur von der Belagerung Edessas abzuhalten. Da jedoch die Pest ausbricht, sucht er eine Lösung auf dem Verhandlungsweg. Seine zu Schapur gesandten Unterhändler kehren mit einer Einladung Schapurs zurück. Daraufhin macht sich Valerian mit einem kleinen Gefolge auf dem Weg zu Schapur. Schapur nimmt ihn jedoch verräterisch gefangen.
Valerian stirbt schließlich in der Gefangenschaft ohne, dass sein Sohn Gallienus viel Anstalten macht ihn von der Gefangenschaft wieder freizulösen. Das römische Reich hat zu diesem Zeitpunkt einen neuen Tiefstpunkt erreicht. Der Bestand des Reiches scheint in großen Maße gefährdet zu sein. 

 Münzausgaben unter Aemilianus

Es werden in Unmassen Antoniane mit extrem geringem Silbergehalt geprägt, da der Geldbedarf enorm ist. Selten sind Bronzen und Goldmünzen

Erhaltung vz ss s
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 200 -500 ca 125 - 250 ca. 50 - 125
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  35 - 125 ca. 15 -75 ca. 10 - 40
Goldmünzen ca. 3.000 - 7500 ca. 1.750 - 4.000 ca. 1.000 - 1.500

 

Publius Licinius Gallienus geb. 218, gest. ca. 268 n.Chr (ermordet)

Trebonianus Gallus
EEx  Sammlung Thomas Schmidtkonz
Valerianus, Kommandeur am Oberrhein wird 253 von Trebonianus Gallus gegen den Usurpator Aemilianus zu Hilfe gerufen. Die Hilfe trifft zu spät ein, aber auch Aemilianus wird von seinen eigenen Truppen ermordet. Valerianus wird zum neuen Kaiser ausgerufen.
Er ernennt er seinen Sohn Gallienus zum Mitregenten. Das römische Reich versinkt in der Folgezeit, fast an allen Grenzen durch fremde Völker bedroht, in ein regelrechtes Chaos. Pest und Korruption fördern die mißliche Situation.
Auch die neu von Valerianus gestartete Verfolgung der Christen hilft nicht weiter.
256 muß er Rom mit einer Streitmacht Richtung Osten verlassen, während sein Sohn im Norden den Limes verteidigt. Sein großer Gegner ist in den nächsten Jahren im Osten der persische König Schapur I.
256 nehmen Schapurs Armeen sogar die syrische Provinzhauptstadt Antiochia ein.
259 versucht Valerianus Schapur von der Belagerung Edessas abzuhalten. Da jedoch die Pest ausbricht, sucht er eine Lösung auf dem Verhandlungsweg. Seine zu Schapur gesandten Unterhändler kehren mit einer Einladung Schapurs zurück. Daraufhin macht sich Valerian mit einem kleinen Gefolge auf dem Weg zu Schapur. Schapur nimmt ihn jedoch verräterisch gefangen.
Valerian stirbt schließlich in der Gefangenschaft ohne, daß sein Sohn Gallienus viel Anstalten macht ihn von der Gefangenschaft wieder freizulösen. Das römische Reich hat zu diesem Zeitpunkt einen neuen Tiefstpunkt erreicht. Der Bestand des Reiches ist in großen Maße gefährdet.

Der Krisenmanager

Gallienus wird 218 als Sohn des Valerianus geboren. Valerianus ernennt 253 seinen Sohn Gallienus zum Mitregenten. Das römische Reich versinkt in der Folgezeit, fast an allen Grenzen durch fremde Völker bedroht, in ein regelrechtes Chaos. Pest und Korruption fördern die mißliche Situation.
256 muß Valerianus Rom mit einer Streitmacht Richtung Osten verlassen, während Gallienus im Norden den Limes verteidigt. 259 wird Valerian von den Persern gefangen genommen ohne, daß sein Sohn Gallienus viel Anstalten macht ihn von der Gefangenschaft wieder freizulösen. Das römische Reich hat zu diesem Zeitpunkt einen neuen Tiefstpunkt erreicht. Der Bestand des Reiches scheint im großen Maße gefährdet zu sein.

Gallienus kämpft zwischenzeitlich am Rhein und in Dakien, wo er die Anstürme der Barbaren mehr oder weniger abwehren kann. Gallienus und Valerian haben bereits das Reich zwischen sich aufgeteilt. Gallienus kümmert sich dabei bis Valerians Tod hauptsächlich um den Westen des Reiches.
Noch schlimmer wird es als die Franken zwischen 257 und 259 Gallien, Spanien überrennen und sogar bis nach Nordafrika einbrechen. Parallel dringen die Alamannen bis zum Brennerpaß vor. 259 kann er diese vermutlich bei Mailand entscheidend schlagen.

Im Jahr 260 erreichen die Katastrophen einen Höhepunkt. Da Gallienus keinen Finger für seinen gefangenen Vater krümmt, putschen eine ganze Reihe von Heerführern. Der Putsch des Ingenuus in Pannonien kann noch niedergeschlagen werden. Danach folgt Regalianus in Oberpannonien, der sich zum Kaiser ausrufen lässt und auch kurz danach besiegt wird.
Inzwischen wird aber Postumus zum Kaiser ausgerufen. Sämtliche Westprovinzen (Britannien, Gallien, Spanien) schließen sich dem neuen Kaiser an, der so das eigenständige Gallische Sonderreich gründet. Der in den vielen Kämpfen schwerverwundete Gallienus muss tatenlos zusehen.
Macrianus, der kaiserlicher Generalquartiermeister im Osten ist, gelingt es die Invasion der Perser durch Schapur zu stoppen.
Nach diesem Sieg läßt er seine beiden Söhne Qietus und Macrianus dem Jüngeren zu Kaisern ausrufen.

Gallienus ruft nun Odaenathus zur Hilfe. Dieser besiegt Qietus. Die beiden Macriani, Vater und Sohn, werden in den Balkanländern besiegt, die Gallienus treu geblieben sind. Odaenathus führt zwischenzeitlich unter der Duldung Gallienus im Osten in Palmyra eine eigenständige Herrschaft. Er unternimmt ein große Anzahl von erfogreichen Feldzügen gegen die Perser.
267 wird er zusammen mit seinem ältesten Sohn ermordet. Nun übernimmt seine Witwe Zenobia die Herrschaft in Palmyra.
Gallienus versucht ab diesem Zeitpunkt Palmyras Unabhängigkeit erfolglos zu beenden.
Die Jahre 267 und 268 sind von dem Einbruch eines riesigen Aufgebots der Goten geprägt. Sie stechen mit der Hilfe der Heruler mit einer riesigen Flotte in See und überfallen Griechenland und Kleinasien. Dabei werden sie nur mit Mühen daran gehindert Athen zu erobern.
Auf dem Rückweg in ihre Wohngebiete nördlich des Schwarzen Meeres stellt sie Gallienus und besiegt sie in der blutigsten Schlacht des Jahrhunderts bei Naissos vernichtend. Dabei verlieren 30000 - 50000 Goten ihr Leben.

Nach diesem glänzenden Sieg putscht Aureolus der Kommandeur der Kavallerie in Italien. Gallienus marschiert dem General entgegen und belagert ihn in Mailand. In diesem kritischen Augenblick putschen hohe Offiziere gegen ihn und ermorden ihn. Auch die späteren Kaiser Claudius Gothicus und Aurelianus scheinen dabei Mitwisser gewesen zu sein.

Gallienus reformiert während seiner Herrschaft auch das Militärwesen, indem er eine schwere Reiterei einführt.
Wirtschaftlich erreicht das römische Reich während seiner Herrschaft einen nie dagewesenen Niedergang. Die Antoninane sind am Ende seiner Herrschaft nur noch Kupfermünzen, die man rasch in ein Silberbad eintaucht. Diese dünne Silberlegierung blättert jedoch schon bei normaler Zirkulation sofort wieder ab.

Gallienus ein Mann von besonderen geistigen Fähigkeiten bewältigte energisch und umsichtig noch nie dagewesene politische und militärische Krisen in einer für diese Zeit erstaunlich langen Herrschaft von 15 Jahren. Daneben fand er noch Zeit für den Versuch einer kulturellen Erneuerung des Landes. So war er ein großer Verehrer des griechischen Philosophen Plotin. Im Gegensatz zu seinem Vater verhielt er sich auch den Christen gegenüber tolerant.

Seine den Umständen entsprechenden großen Leistungen wurden von der Nachwelt speziell der Historia Augusta total verkannt.

Münzausgaben unter Gallienus

Es werden in Unmassen Antoniane geprägt, die lediglich in ein Silberbad gelegt wurden. Anfangs noch Billonmünzen verkümmern die Antioniane am Schluß zu Kupfermünzen mit einem Gewicht von ca. 2,6 g. Die Typenvielfalt ist riesig. Man zählt allein ca. 1400 Reichsausgaben. Es gibt dabei viele mit besonders interessanten Motiven wie z.B. eigenwilligen Tierdarstellungen. Hier ergibt sich ein besonders interessantes und erschwingliches Sammelgebiet.

Alle Goldmünzen und Medaillons (Silber und Bronze) sind Raritäten.

Erhaltung vz ss s
Antoniane
(normale Typen)
ab ca.  40 ab ca. 25 ab ca. 10
Mittel- oder Großbronzen
(normale Typen)
ca. 250 - 500 ca 150 - 350 ca. 75 - 175
Goldmünzen ca. 2.500 - 5.000 ca. 1.500 - 3.500 ca. 850 - 2.000