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Infos: Kurantmünzen (auch: Courantmünzen)

von Bernhard Exler

Im Zeitalter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sowie der Zahlungsmöglichkeiten mittels Kreditkarte (Plastikgeld) ist die Bedeutung dieses Begriffes und auch des Gegensatzes Kurantmünzen - Scheidemünzen fast in Vergessenheit geraten.

In früheren Jahrhunderten, in denen der Wert der Währung eines bestimmten Landes auf dem Wert des Goldes und /oder des Silbers basierte, bezeichnete dieser Begriff das sog. vollwertige Geld, also Geld, welches von jedermann bei Zahlungen in unbeschränkter Höhe angenommen werden mußte. Anders ausgedrückt waren es Münzen, deren Metallwert dem staatlich garantierten Nennwert entsprach.

Im Zuge der Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871 wurde der sogenannte Goldstandard eingeführt. Das bedeutete, daß nur noch die neu eingeführten Goldmünzen zu 20, zu 10 und zu 5 Mark als vollwertiges Geld, also Kurantgeld, angesehen wurden. Selbst die größten Silbermünzen des Kaiserreiches, die 5 Mark-Stücke, welche immerhin 27,778 Gramm wogen, waren danach "nur" Scheidemünzen.

Allerdings gab es zu den Kurantmünzen des neu gegründeten Reiches - ihre offizielle Bezeichnung lautete übrigens "Krone" für das 10 Mark-Stück bzw. entsprechend "Doppelkrone" - eine Ausnahme.

Die bisherigen (Reichs-)Taler im 14-Taler-Fuß seit 1750 und die Vereinstaler im 30-Taler-Fuß seit 1857 galten als sog. Behelfswährungsmünzen weiter. Deshalb war die neue reichseinheitliche Währung auch keine reine Goldwährung. Vielmehr sprach man von einer sog. hinkenden Goldwährung.

Der Grundvoraussetzung entsprechend, daß die Art einer Währung und ihre Ausgestaltung vom jeweiligen Gemeinwesen entschieden und geregelt werden muß, finden sich die ( gesetzlichen ) Grundlagen der Mark-Währung im Gesetz, betreffend die Ausprägung von Reichsgoldmünzen, vom 4. Dezember 1871. Die beiden ersten Paragraphen dieses Gesetzes sind für das damalige Verständnis der Währungsgrundlage so entscheidend, daß sie hier wörtlich wiedergegeben werden sollen.

§ 1 : "Es wird eine Reichsgoldmünze ausgeprägt, von welcher aus Einem Pfunde feinen Goldes 139 ½ Stück ausgebracht werden."

§ 2 : "Der zehnte Theil dieser Goldmünze wird Mark genannt und in hundert Pfennige eingetheilt."

Diese Regelungen galten nunmehr zum ersten Male reichseinheitlich, nachdem zuvor jeder Staat, jede Hansestadt und jedes sonstige souveräne Gemeinwesen seine eigenen Kurantmünzen besessen hatte. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, daß die Freie Hansestadt Bremen als einziger deutscher Staat auch schon vor 1871 eine Goldwährung hatte. So finden wir auf den Gedenkmünzen Bremens die Bezeichnung " Ein Thaler Gold ".

 



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