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Bei dem Bereich der
FAO-Münzen handelt es sich um eines der neueren Sammelgebiete. Die
ersten Münzen mit dieser Thematik wurden Ende der sechziger Jahre
des vorigen Jahrhunderts geprägt.
Damals hatte die FAO, diese
Abkürzung steht für Food and Agricultur Organization of the
United Nations, auf deutsch : Ernährungs- und
Landwirtschaftsorganisation, ihr neues Programm weltweit bekannt
machen wollen, welches da lautet : Grow more food! ( Produziert
mehr Nahrung! ). Dieses Motto, welches sich auch wörtlich auf
vielen FAO-Münzen wiederfindet, sollte auf die Unterernährung
großer Teile der Weltbevölkerung hinweisen und zum gemeinsamen
Kampf gegen Hunger und Armut aufrufen.
Die FAO, die ihren Sitz in
der italienischen Hauptstadt Rom hat, schloss zu diesem Zweck
Abkommen mit vielen Ländern überwiegend in Asien und Afrika bzw.
mit deren Münzprägeanstalten, um sowohl Gedenk- als auch
Umlaufmünzen prägen zu lassen, die alle das gleiche Thema zum
Gegenstand haben sollten . Von den europäischen Ländern
beteiligten sich im wesentlichen das ehemalige Jugoslawien sowie
die Türkei an dem FAO-Münz-programm.
Auf allen diesen Münzen
finden sich Darstellungen, sei es in Text- oder in Bildform, die
den Betrachter auf die Notwendigkeit hinweisen, weltweit die
landwirtschaftliche Produktion zu steigern und dadurch den
Lebensstandard in den unterentwickelten Ländern zu erhöhen. Von
der Prägung insbesondere der Gedenkmünzen versprach sich die FAO
auch einen Münzgewinn, welcher für die Unterstützung von
entsprechend geeigneten Projekten in der sog. Dritten Welt
verwendet werden sollte.
Ferner sollten diese Münzen
nicht zu überhöhten Preisen verkauft werden. Dadurch hoffte man,
diese Münzen zu einem eigenständigen Sammelgebiet fortentwickeln
zu können. In den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts
ist dies auch weitgehend gelungen.
Nachdem jedoch weitere
FAO-Prägungen vielfach ausblieben und auch andere Probleme
weltweit in den Vordergrund traten, fristet dieses Sammelgebiet
nur noch ein Schattendasein. |